Und nun zu unserer kleinen Familienchronik

Christel und...
Sollten Sie sich fragen, was die drei Stadtwappen im Kopf der Eingangsseite bedeuten, dann dazu diese Erklärung:

Sie stehen für die Städte, in denen wir Eltern geboren sind. Christel, geb Lauhöfer in Dortmund. Klaus, der Autor dieser Homepage, in Weimar in Thüringen.
Klaus
Das frühere Heerener Stadtwappen
Das Wappen von Kamen schließlich steht für unseren heutigen Wohnsitz. 1965 verschlug es uns in das seinerzeit noch selbständige
Heeren - Werve, das dann 1967 nach Kamen eingemeindet wurde.

Hier wurden unsere Kinder Frank und Christiane geboren.
Heeren hatte mit dem Springenden Einhorn - hier links zu sehen - von 1938 bis zum 31.12.1967 auch noch ein eigenes Stadtwappen
Nun gibt es in Deutschland zwei Orte namens Donndorf, einen westlich von Bayreuth (linkes Bild) und einen in Thüringen - Donndorf an der Unstrut - etwa 30 km nördlich von Weimar, im heutigen Kyffhäuserkreis (rechtes Bild).

Und aus dieser Region im nördlichen Thüringen stammt wohl auch der Donndorf`sche Teil unserer Familie.
Ich beginne unsere Familienchronik mit der Generation der Urgroßeltern unserer Kinder, die auf den folgenden Bildern zu sehen sind.
Zuerst die mütterliche Linie mit ( links ) Willy Bertold Tschiersch (geb. am 21.Mai 1898 in Lindenwerder) und seine Ehefrau Gertrud Anna, geb. Zilch (geb. am 10.April in Kirchhof), also die mütterliche Linie.
Rechts Emil Paul Lauhöfer (geb. am 2. Dezember 1877 in Groß-Samoklensk / Kreis Schubin im heutigen Polen) und seine Ehefrau Ida Emma, geb. Reinke (geb. am 17.Mai 1879 in Groß-Samoklensk), also die väterliche Linie.
Von Vaters Seite sehen wir hier links die Urgroßeltern Ernst Guido Donndorf (geb. am 14.Juni 1872 in Graitschen a.d. Höhe) und seine Ehefrau Gertrud, geb. Blau (geb. am 1.März 1879 in Bad Kösen), also die väterliche Linie, und gleich darunter die mütterliche Linie mit den Urgroßeltern Wilhelm Duberow (geb. am 17.Oktober 1860 in Crossen a.d.Oder) und seine Ehefrau Marie Emilie, geb. Ollmann (geb. am 25.März 1860 in Crossen a.d. Oder )
Wären also noch die Großeltern vorzustellen, auch hier wieder "Ladies first", also die mütterliche Linie mit dem Großvater Walter Franz Lauhöfer (geb. am 17.Januar in Bockum - Hövel / gest. am 24.November 1992) und seine Ehefrau Christine Gertrud, geb. Tschiersch (geb. am 23.September 1919 in Melsungen / gest. am 24.Oktober 2008). Im linken Bild zu sehen.
Von der väterlichen Linie kommen Max Hans Donndorf (geb.am 2.Oktober 1905 in Weimar / gest. am 17. Oktober 1957 in Schwerte) und seine Ehefrau Elisabeth, geb. Duberow (geb. am 4. Mai 1899 in Schwerte/Ruhr / gest. am 21. Mai 1968 in Schwerte) dazu. Das sind die beiden Einzelbilder rechts.
Die derzeit jüngste Generation wird durch unsere Kinder repräsentiert: Unseren Sohn Frank und unsere Tochter Christiane. Seit dem 22. Dezember 2005 gehört nun auch Conny als Frank's Frau zu unserer Familie - darüber sind wir sehr froh! Und im Juni 2007 gesellte sich unser Enkel gesund und schon sehr munter dazu - was wir Großeltern mit Stolz und grosser Freude bekannt geben !

Mein Großvater Guido Donndorf hatte 4 Geschwister und deren Nachfahren suchen wir:

Es waren die Brüder Max Donndorf, geb am 11.1.1869 in Graitschen v.d. Höhe, gest. am 2.5.1939 (verheiratet mit Maria Donndorf (25.11.1878-11.2.1928). Deren Grab habe ich in Graitschen gefunden.

Und ein Bruder Ernst Otto Donndorf, geb. am 23.03.1879 in Graitschen, gest. am 27.11.1960 in Großheringen. Verheiratet mit Martha Else, geb. Pietzel (18.07.1883 - 03.01.1944).

Es gab auch noch 2 Schwestern Ella Hase aus Jena - Lobeda und Luise Tröbs aus Großhelmsdorf, verheiratet mit Arthur Tröbs..

Wenn Nachfahren dieser Personen unsere Homepage lesen, bitte ich sie, sich über unser Gästebuch zu melden !



Für uns ist interessant, daß Vorfahren aus beiden Familiengliedern (Duberow und Lauhöfer) um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert aus heutigen polnischen Ostgebieten in die hiesige Gegend gekommen sind. Die Geburtsorte Groß Samoklensk und Crossen a.d.Oder stehen dafür. Vermutlich waren die Arbeitsbedingungen in der aufstrebenden Industrie des Ruhrgebiets dafür der Anlass.

Im Stammbaum der Familie Donndorf stehen väterlicherseits Ortsnamen wie Apolda, Frauenprießnitz, Wettaburg, Nausnitz und Graitschen a.d. Höhe . Bei der mütterlichen Linie stehen die Orte Bad Lauchstätt, Erxleben, Halle a.d. Saale und Rastenberg. Also alles Orte, die im nordöstlichen Thüringen bzw. heutigen Sachsen - Anhalt liegen, nahe bei dem Ort Donndorf.

Nichts liegt näher als die Vermutung, daß unser Familienname mit diesem Ort in Zusammenhang steht. Aber woher stammt der Ortsname Donndorf?

Im Internet findet man bei "ORIGO-Familienforschungen" unter dem Stichwort "Kleiner Tonndorf Almanach" einige interessante Informationen dazu. Danach können die Namen Tonndorf und Donndorf auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Man findet diese Namen als Burg-, Schloß- und Ortsnamen schon im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt.

Auch die Schreibweie Thundorf findet sich dabei. Wie wohl überhaupt die ursprünglichen Schreibweisen Thundorph, Tuntorff, Tunnindorf, Dungdorf oder Tuncdorf lauteten.

Vom 8. bis zum 14.Jahrhundert schwanken die Schreibweisen der Namen dann zwischen Dundorf, Dunttorf, Tuncdorff, Tungdorf und Tundorf. Man erkennt, daß hier das u in der Schreibweise vorherrscht. Vor dem Wortstamm "dorf" findet sich ein c, g oder t. Erst Ende des 15. Jahrhunderts erfolgte eine Lautverschiebung hin zu Thondorf und auch Dondorf.

Was bedeutet nun dieses "Tun" oder "Tunc" ? Dieser erste Namensteil wird gleichgesetzt mit "Dun" was Hügel oder mit "Dung" was kleiner Hügel bedeutete. Dies namentlich an und in Sümpfen. Demnach bedeutet der Name also "Hügeldorf" - wobei aber die Bezeichnung "Dorf" damals nicht die gleiche Bedeutung hatte, wie heute. Die Bezeichnung "Dorf" wird als "Siedlung" bzw. "Balkenhaus" angegeben.

Das erste belegbare Auftreten als Familiennamen findet sich - lt.ORIGO - durch Adelbrath von Duncdorff, ein "vornehmer Herr aus edlem Geschlecht", der im 11. Jahrhundert im Raum des heutigen Bibra auftritt.

In den weiteren Jahrhunderten des Mittelalters traten Vertreter des Tonndorfer / Donndorfer - Geschlechts als Ritter, Edelleute, Freiherren, Bischöfe, ja sogar gefürstet in Erscheinung und standen stets in enger Beziehung zum jeweiligen Landesfürsten bzw. Kaiser.

Unter dem Link Donndorf / Adelsgeschlecht sind weitere Informationen zum Familiennamen DONNDORF abzurufen.

(Wird fortgesetzt)