Werratal - Radweg

Von Neuhaus am Rennweg nach Hannoversch - Münden
Vom 19. bis 25. Juli 2008

Autor: Klaus Donndorf



Nachdem ich voriges Jahr entlang von Fulda und Weser geradelt bin, wollte ich jetzt noch den "dritten Fluß im Bunde", die Werra kennenlernen. Nun habe ich dummerweise den Ehrgeiz, solche Flusstouren immer von der Quelle bis zur Mündung komplett zu fahren. Und das hieß für die Werra, dass ich zu zwei Quellen fahren musste. Dadurch wurden aus den zunächst geplanten 328 Kilometern am Ende 364 Kilometer. Diese aber - das sei vorab verraten - durch eine insgesamt wunderschöne Landschaft und interessante Orte. Wenn die Tour nach meiner Meinung auch anspruchsvoller ist, als z.B. die entlang ihrer Schwester, der Fulda.

Das Wetter war im Juli sehr wechselhaft und unbeständig, weshalb ich meine seit langem vorbereitete Tour dann kurz entschlossen am 19. Juli mit der Fahrt nach Neuhaus am Rennweg begann. Am Tag vorher habe ich noch schnell alle Hotels gebucht.

Auf meiner Fahrt in den Thüringer Wald zeigte der Wettergott sein ganzes Repertoire - von Sonnenschein und dunklen Wolken über Regen und heftige Gewitter. Und bei solchem Wetter wollte ich 5 Tage im Sattel sitzen ! Aber - wer aufgibt, hat schon verloren und insgesamt habe ich dann mit dem Wetter auch ausgesprochen Glück gehabt. Aber davon später.

Mein vorgebuchtes Hotel in Neuhaus, das Rennsteighotel Herrnberger Hof (unten links), Eisfelder Str. 44, Tel. 03679 / 79200 erreichte ich gegen 17.00 Uhr und nach dem obligaten Einkauf der Getränke bin ich etwas durch den Ort gebummelt. Dabei fiel mir besonders ein großes, leerstehendes Wohnhaus auf - eine »Platte« - dessen fensterlose Fassade einen heruntergekommenen Eindruck machte. Alle DDR - Spuren sind eben immer noch nicht beseitigt.
Natürlich war auch diesmal wieder ein bikeline - Heft aus dem Verlag Esterbauer Grundlage für meine Planung und zwar das vom

Werratal - Radweg
Von den Quellen nach Hann. Münden

ISBN 978-3-85000-085-7 / 9.90 €
Zu beziehen im Buchhandel und bei www.amazon.de

Stadtwappen von Neuhaus a. R.

Dieses Neuhaus am Rennweg ist einer der höchstgelegenen Orte Thüringens und mit knapp 400 Jahren Geschichte der jüngste Ort Thüringens. Neuhaus wurde erst Ende des 16. Jahrhunderts durch die Konzession zur Errichtung der Glashütte Schmalenbuche gegründet. Von 1668 bis 1673 wurde das Jagdhaus der Grafen von Schwarzburg- Rudolstadt erbaut.

Im Stadtbereich zählt die 1892 eingeweihte Stadtkirche (rechts) zu den Sehenswürdigkeiten, sie ist eine der größten Holzkirchen in Thüringen. Da ich wegen des schlechten Wetters kein eigenes Bild machen konnte, füge ich hier mal eins aus Wikipedia ein.

Als ich am Sonntagmorgen um 6.30 Uhr aufwache, trommelt der Regen gegen mein Dachfenster und ein Blick nach draussen zeigt dicke Regenwolken, die so tief hängen, dass man meint, der Ort läge im Nebel. Das kann ja heiter werden, denke ich - aber wer nicht wagt...! Also ohne Eile erstmal ausgiebig frühstücken.

Ein junges Paar am Nebentisch kommt aus Dortmund, die Frau arbeitet in Unna (Heimat ist überall) bei der Drogenberatung. Die Beiden erwandern den Rennsteig in Etappen, immer von diesem Hotel aus. Zum täglichen Ausgangspunkt bringt sie ein Taxi, so brauchen sie keine schweren Rücksäcke, weil immer nur die Tagesverpflegung mitzunehmen ist - finde ich eine praktische Lösung, wenn man kein geübter Wanderer ist.

Als ich dann um 9.00 Uhr losfahre, hat der Regen aufgehört und die ersten Meter geht es asphaltiert immer dem großen grünen "R" nach. Hier befinde ich mich also auf dem Rennsteigweg und noch nicht auf dem Werratal - Radweg und das sollte im bikeline - Buch vermerkt sein. Nun ist der Rennsteigweg ja in erster Linie ein Wander- und kein Radfahrweg, weshalb der Asphalt nach etwa 400 Metern aufhört und es jetzt über einfache Waldwege weitergeht. Die durch den wochenlangen Regen teilweise aufgeweicht sind, es sich aber doch ganz gut fahren lässt.

Es ist eine eigenartige Stim -
mung, wie ich so praktisch in den Wolken durch die Stille des Waldes fahre. Zwar regnet es nicht, aber von den Bäumnen tropft noch das Regenwasser und der sehr unebene Weg schüttelt mich kräftig durch. Ich bin nicht immer sicher, ob ich auf der richtigen Route bin und als dann an einem Wegekreuz, wo ich 3 Möglichkeiten der Weiterfahrt habe, ein Wegweiser am Boden liegt, ist die Unsicherheit komplett (unten rechts).

Ich entscheide mich, rechts abzubiegen, denn weiter vorne sehe ich wieder das grüne "R". Höre aber keine Autogeräusche von der angeblich gleich links verlaufenden Hauptstrasse. Und als dann mein Weg auch noch um fast 180° nach links abbiegt, zweifle ich wieder. Denn es geht hier immer bergab und sollte ich falsch gefahren sein, müsste ich mühsam wieder bergauf - kein sehr angenehmer Gedanke.

Da kommt mir der Zufall in Form eines Paares zuhilfe, dass auf einem Sonntags -
spaziergang ist und mich aufklärt, dass ich tatsächlich auf dem richtigen Weg bin. Meine Erleichterung war groß und nach kurzer Zeit erreiche ich den Ort Scheibe - Alsbach. Hier quere ich eine Strasse, es geht zum ersten mal ein kurzes Stück bergauf, dann aber wieder eben, wenn auch auf einem Waldweg weiter. Kurz darauf erreiche ich ein erstes angepeiltes Ziel für heute - den sog. Dreistromstein (unten rechts).

Der »Dreistromstein« ist ein dreiseitiger Obelisk, an einem der interessantesten Punkte Mitteleuropas. Hier berühren sich die Stromgebiete von Elbe, Weser und Rhein, somit markiert dieser Punkt seit 1906 die Wasserscheide dieser Flussgebiete im Thüringer Wald. Auf engbegrenztem Gebiet entspringen drei Wildbäche, einer kaum 500 m vom andern. Der Rambach, der nach Norden zur Schwarza in den Elbebereich hinabrinnt, die Grümpen, ein Nebenbach der zum Main hinstrebenden Itz und das Türkengründlein, welches nach seiner Vereinigung mit dem Mutzgründlein die Saar bildet und als erster bedeutenderer Zufluss die junge Werra und somit die Weser verstärkt. Der Fuß des Obelisk besteht aus dem Gestein, welches für das jeweilige Flußsystem typisch ist:

Elbe: Granit / Weser: Grauwacke / Rhein: Quarz

Ihm gegenüber steht der »Kleine Dreiherrenstein von 1733« (links), welcher die Grenze des Herzogtums Sachsen-Meiningen, des Herzogtums Sachsen-Hildburghausen und des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt markiert. Beim Anschauen des Ortes komme ich mit einem älteren Paar ins Gespräch und habe wieder ein für mich so besonderes Erlebnis. Die Beiden kommen aus Erfurt, ich stelle mich als Weimaraner vor und erfahre, dass der Mann 1943 in Lützendorf als Soldat stationiert war. In diesem Kasernengelände bei Weimar habe ich 1943 eine Rekrutenvereidigung einer Kompanie erlebt, die mein Vater an die Ostfront führen sollte. Weil er erkrankte, kam es für ihn nicht dazu, was ihm das Leben retten sollte. Ich wurde nach diesem Gespräch sehr nachdenklich.

Jetzt also zum zweiten Ziel für heute, der »Hinteren Werraquelle« bei Siegmundsburg. Bequem geht es auf Asphalt etwa 1 Kilometer leicht bergab, eine Radlergruppe arbeitet sich den Berg hinauf, man grüßt gegenseitig und abends treffen wir uns im Hotel in Themar wieder. Da ich die letzten Meter zu dieser Quelle ohne Rad einen steinigen Weg hinunter gehe, fotogafiere ich hier mal wie unten links zu sehen. Ich muss schnell wieder verschwinden, denn eine Busladung Rentner aus Wilhelmshaven poltert den Weg hinunter.

Ich will weiter zur »Vorderen Werraquelle« bei Fehrenbach (oben rechts), fahre jetzt also die Steigung Richtung Dreistromstein wieder hinauf, an diesem vorbei und sehe zum ersten Mal das Wegeschild vom Werratal - Radweg klein und bescheiden am Wege stehen. Tatsächlich befinde ich mich aber noch auf dem Rennsteig und entsprechend ist die Wegequalität. Von der langen Steigung bei Friedrichshöhe gar nicht zu reden.

Aber nach dem Besuch der Werraquelle bei Fehrenbach geht es runde 7 Kilometer bergab nach Sachsenbrunn. Vorbei an einem romantischen Waldsee, dem Werrateich (rechts), an dem sich heute am Sonntag eine Gruppe junger Männer zum Grillen getroffen hat. Reichlich Bier hat die Stimmung schon gelockert, entsprechend laut geht es zu. Und mir erlahmen meine Hände vom dauernden Bremsen, denn auch dieser Weg ist sehr holperig und "laufen lassen" ist nicht angesagt.

Das Wetter hat sich inzwischen deutlich gebessert, sogar die Sonne kommt hervor und es wird warm, als ich nach weiteren 6 Kilometern die Stadt Eisfeld erreiche. Eisfeld ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Hildburghausen im fränkisch geprägten Süden Thüringens, so steht es bei Wikipedia. Und weiter erfährt man dort:


  • Eisfeld wurde in einer Schenkungsurkunde des Grafen Erpho an das Kloster Fulda 802 erstmals als "Asifelden" (vermutlich im Sinne von "Die Felder des Grafen Asis",) erwähnt. Im einheimischen Dialekt heißt Eisfeld "Aasfald", was auch auf "Aasen" ist gleich "Essen" zurückgeführt wird.
  • Es gibt Hinweise darauf, dass Eisfeld zu ostfränkischer Zeit eine der kleineren Königspfalzen war.
  • Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert war Eisfeld Sitz eines Ritter-Geschlechts, erhielt 1323 das Stadtrecht und kam 1375 als Bestandteil der "Pflege Coburg" unter die Herrschaft der Wettiner.
  • Im Spätmittelalter war Eisfeld einer der Marktorte an der über den Rennsteig führenden Fernhandelsstraße zwischen Nürnberg und Erfurt.
  • In der zum Bistum Würzburg gehörenden Stadt wurde die Reformation 1525 eingeführt. Seit 1485 gehörte Eisfeld zum ernestinischen Teil Kursachsens und seit 1645 zu Sachsen-Gotha.
  • Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zweimal vollständig zerstört und verlor vier Fünftel ihrer Einwohner.

  • Als bedeutende Baudenkmäler existieren heute noch das mittelalterliche Eisfelder Schloss, das im 13. Jahrhundert auf den Mauern einer noch älteren Wehranlage errichtet wurde und die Dreifaltigkeitskirche St. Nikolai von 1535, die als ein Hauptwerk der thüringischen Spätgotik angesehen wird.
  • Das Stadtwappen in Gold zeigt einen schwarzen Löwen mit roter Zunge und Bewehrung, in den Vorderpranken ein bewurzeltes grünes Lindenbäumchen haltend.

So schön eben und asphaltiert war das Fahren nach den schlechten Waldwe -
gen bisher ein reines Vergnügen (links) !

Rechts das Eisfelder Schloss mit dem Denkmal für den Schriftsteller Otto Ludwig.

Links ein Blick auf die Eisfelder Dreifaltigkeitskirche St. Nikolai.

Rechts das berühmte Rathaus von Hildburghausen.

Hinter Eisfeld gibt es eine schweiss-treibende Steigung, aber nachdem man die A 73 unterquert hat, erfrischt der Fahrtwind bei der jetzt folgenden Abfahrt wieder. Ab hier fahre ich bis Hildburghausen mit einem Paar aus dem Rheinland zusammen. Auch die starke Steigung hinter Harras hinauf und dann am Wald entlang mit einem sehr schönen Blick über die Landschaft. An einer Weggabelung möchte man asphaltiert und bergab weiter fahren, aber VORSICHT - die Route geht links ab auf Schotter und leicht bergauf weiter !

In Hildburghausen fahre ich über die »Golden Gate« - eine Hängebrücke (rechts) - in die Stadt und hier ist eine Pause in einem Eiscafé am Marktplatz angesagt. Wobei ich schon wieder den Schatten suche, so warm ist es inzwischen geworden. Aber die Rast erfrischt mich und so schaffe ich auch die tierische Steigung in Grimmelshausen, um kurz danach vor dem Tor des Klosters Veßra zu stehen. (unten rechts).

Im südlichen Vorland des Thüringer Waldes liegt die in ihrer Struktur einmalig erhalten gebliebene mittelalterliche Anlage des ehemaligen Prämonstratenser-Chorherrenstiftes Veßra. Das 1131 gegründete Hauskloster der Henneberger Grafen entwickelte sich bis zur Reformation zur bedeutendsten monastischen Einrichtung im Henneberger Land und war als politischer und ökonomischer Mittelpunkt auch kulturelles Zentrum mit überregionaler Ausstrahlung auf die Bau- und Buchkunst, die Geschichtsschreibung und die Astronomie.

In der Landschaft sehr markant und weithin sichtbar tritt die ehemalige Klosterkirche St. Marien - die Basilika wurde 1138 durch Bischof Otto I. von Bamberg geweiht - mit der überaus eindrucksvollen Silhouette des imposanten zweitürmigen Westbaues (13. Jh.) in Erscheinung (links).

Bevor ich mein einfaches Hotel in Themar erreiche, heisst es noch einmal kräftig in die Pedale treten, denn hinter Kloster Veßra geht es steil bergan und die Nachmittagssonne treibt mir den Schweiss aus den Poren. Das rheinische Paar war mir schon am Klostereingang wieder entgegen gekommen - sie scheuten die Steigung und wollten lieber über die Hauptstrasse nach Themar fahren. Für mich bewahrheitete sich die alte Erfahrung, dass nach jeder Steigung eine Abfahrt folgt. Und so konnte ich die letzten Meter nach Themar entspannt bergab radeln und war gegen 16.00 Uhr am Gasthof Grüner Baum, Markt 9, Tel. 036873 / 60443, wo mich ein Zimmer für 26,- € mit Etagendusche, aber ohne Telefon erwartete.

Am Kopfende meines Bettes ein kleines Schild:

"Rauchen im Bett verboten!"

Ein paar Bilder von meinem Rundgang durch Themar:




Bei Wikipedia steht über Themars Stadtgeschichte u.a. :
  • Themar ist eine Kleinstadt im Süden Thüringens am Oberlauf der Werra, im Vorland des Thüringer Waldes
  • Der Ort wurde im Jahre 796 als Tagamari erstmals erwähnt.
  • 1317 wurden im die Stadtrechte verliehen. Im Dreißigjährigen Krieg (1634) wurde Themar von den Kroaten fast völlig zerstört.
  • Ursprünglich im Besitz der Henneberger, kam die Stadt 1660 an Sachsen-Altenburg, das 1672 in Sachsen-Gothaischen Besitz überging. Nach der Teilung von 1680 kam sie an Sachsen-Römhild. Nach dem Aussterben dieser Linie 1710 wurde die Stadt zwischen Sachsen-Gotha und Sachsen-Coburg-Saalfeld aufgeteilt. 1826 fiel sie letztendlich an Sachsen-Meiningen, das 1920 im Land Thüringen aufging.
  • Die spätgotische St. Bartholomäuskirche wurde im 15. und 16. Jahrhundert errichtet. Sie besitzt in ihrem Inneren eine reiche Ausstattung: den Apostelaltar, den Marienaltar und eine Mondsichelmadonna aus dem 15. Jahrhundert, alles gotische Schnitzwerke. Seit der Reformation evangelische Kirche.
  • Das Stadtwappen: In Silber eine rote hohe Zinnenmauer mit sieben verschiedengestaltigen Türmen (Stadt der 7 Türme) dahinter, an der Torstelle ein gevierter goldener Schild, im 1. und 4. Feld auf grünem Dreiberg eine schwarze Henne; das 2. und 3. Feld geteilt: oben ein wachsender schwarzer Doppeladler, unten geschacht von Silber und Rot.

Meine heutige Tagesbilanz

Gefahren 75 km Fahrzeit 5 : 16 Std. Durchschnitt 14,5 km/h Max 45 km/h Gesamt 75 km

Montag, 21. Juli

Nachdem ich ausgesprochen schlecht geschlafen, aber gut gefrühstückt habe, sitze ich um 8.15 Uhr im Sattel und fahre bei zunächst kühler Witterung los. Um gleich darauf heftig ins Schwitzen zu kommen, den gleich hinter Themar gibt es eine heftige Steigung - die natürlich im bikeline nicht verzeichnet ist. Obwohl sie es verdient hätte, auch wegen ihrer Länge ! Aber die gleich folgende Abfahrt entschädigt mich und trocknet auch den Schweiss. So kann ich die Kirche in Henfstädt und die davor stehende prächtige Linde bewundern (rechts).

Flach geht es weiter (unten links) über Leutersdorf, das aber links liegen bleibt, nach Vachdorf. Hier fahre ich kurz in den Ort hinein, der aber nicht "Vach", sondern eher verschlafen wirkt. Keine Menschenseele zu sehen und an der Wehrkirche, die ich fotographieren wollte, wird gebaut. So gibt es nur ein Bild vom Innenhof (unten rechts).


Entlang einer Bahnstrecke fahrend sehe kurz nach Belrieth vor mir die mächtige Brücke der A 71, die hier auf Y-förmigen Trägern das gesamte Werratal überspannt (oben links). Von Einhausen, welches ich kurz danach erreiche, mache ich ein Bild von der malerischen Dorfsilhouette mit dem eigenwilligen Kirchturm (oben rechts).

Die die Kirche umgebende mächtige Steinmauer mit einem Rundbogentor weist sie eindeutig als Wehrkirche aus (oben links). Auf einem Schild neben diesem Tor wird ein in die Mauer eingemauertes Grabkreuz erwähnt, das ich nach längerem Suchen auch entdecke (oben rechts).

Das der Friseur am 24. und 25. 07. kommt, gilt als "Amtliche Bekanntmachung !" (links)

Das mächtige Steintor vor einem Bauernhof in der für Thüringen typischen Bauweise mit den 4 quadratisch angeordneten Gebäuden war mir ein Foto wert (rechts).

Nach diesem Fotostop in Einhausen fahre ich weiter über Obermaßfeld und Grimmenthal, zum Teil auf einer Landstrasse ohne Radweg, aber wenig befahren, Richtung Meiningen. Vorher komme ich durch Untermaßfeld mit seiner typischen Kirche mit Fachwerkturm (links) und einer JVA, die in einem ehemaligen Wasserschloss aus dem Jahr 1813 untergebracht ist. Schon damals diente es dem Herzogtum Sachsen - Meiningen als Zentralstrafanstalt, hat also eine lange Geschichte als Gefängnis.

Nach weitern 5 Kilometern erreiche ich dann Meiningen und hier soll es auf dem Marktplatz die »leckerste Bratwurst von ganz Thüringen« geben. Die musste ich natürlich probieren. Denn als Christel und ich vor einigen Wochen schon einmal hier waren, war der Bratwurststand schon geschlossen. Machte also auf dem Markt vor der Satdtkirche (rechts) eine Rast.

Nun - lecker war die Wurst, aber etwas Besonderes nun auch wieder nicht, leider ! Und so fuhr ich dann nach nur kurzem Aufenthalt, aber um Jacke und lange Hose erleichtert, denn es war wieder warm geworden, weiter nach Jerusalem. Nein, das war kein Umweg, diesen Ort gibt es tatsächlich gleich ausgangs von Meiningen auf dem Weg nach Wasungen.


Bei Wikipedia steht über Meiningens Stadtgeschichte u.a. :
  • Meiningen entstand im 7. Jahrhundert im Zuge der fränkischen Staatserweiterung, die mit dem Schaffen von Handelsstraßen, Flussübergängen und Grenzmarken betrieben wurde. Kaiser Otto II. übergab im Jahr 982 sein Königsgut Meiningen in der Meininger Mark dem Stift Sankt Peter und Paul in Aschaffenburg, das aber kurze Zeit später an den Kaiser zurückfiel.
  • Ritter des Königsgutes veranlassten 1003 den Baubeginn der bis heute bestehenden Stadtkirche. 1008 gab Kaiser Heinrich II.dem Bistum Würzburg Meiningen als Lehen, dem die Stadt nun 534 Jahre lang angehörte.
  • 1153 bekam Meiningen durch den Landesherren mit der Gerichtsbarkeit die ersten Stadtrechte verliehen und ist somit von da an als Stadt anzusehen. 1230 wurde Meiningen erstmals in einer Urkunde als Stadt (civitas) genannt und erhielt im Jahre 1344 mit der Verleihung der Rechte der Freien Reichsstadt Schweinfurt erweiterte Stadtrechte.
  • Im Bauernkrieg von 1525 schloss sich die Stadt dem Bauernheer Bildhäuser Haufen an, der später bei Dreißigacker von fürstlichen Truppen geschlagen wurde. Daraufhin wurde Meiningen mit Sanktionen und Hinrichtungen von Bürgern bestraft. Auch verlor die Stadt die errungene Selbständigkeit, in dem das Bistum eine bischöfliche Obrigkeit an Stelle des Gemeinderats setzte.
  • 1660 kam Meiningen zum Herzogtum Sachsen-Altenburg und wurde somit endgültig ernestinisch. Bereits 1672 wechselte die Stadt zum Herzogtum Sachsen-Gotha. Dessen Herzog Ernst I. veranlasste 1673 die Verstärkung der Stadtbefestigung durch den Stadttoren vorgelagerte Forts und Zugbrücken.
  • Im 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts erlangte Meiningen durch die Barchent- und Leinenweberei und Stoffhandel eine große wirtschaftliche Blüte, die die Einwohnerzahl bis auf 5.000 ansteigen ließ. 1614 stellten 234 Handwerksmeister 37.312 Tuche her. Diese Blütezeit wurde abrupt durch den Dreißigjährigen Krieg beendet, in dessen Folge die Stadt mehrmals geplündert wurde und die Einwohnerschaft sich durch die Kriegswirren halbierte
  • 1831 wurde das erste Meininger Hoftheater eröffnet.
  • Ein verheerender Stadtbrand zerstörte im Jahre 1874 etwa ein Drittel der Gebäude in der Innenstadt, darunter befanden sich das Rathaus und das Landtagsgebäude. Der Wiederaufbau erfolgte mit der Unterstützung von Spenden vieler deutscher Städte im klassizistischem Stil, der Meiningen ein neues, bis heute Stadtbild prägendes Gründerzeitviertel bescherte.
  • Das Satdtwappen: Im einfachen, unten gerundeten Schild in Blau eine von fünf silbernen rotbedachten Türmen überragte silberne Stadtmauer, in deren offenem Tor auf goldenem Grund eine rotbewehrte nach rechts gewandte schwarze Henne auf grünem Dreiberg steht.

Hier machte das Radeln richtig Spass, denn der vollkommen ebene Weg war asphaltiert, es gab kaum Gegenwind und es war angenehm warm. Wenn auch dunkle Wolken am Himmel nichts Gutes verhiessen (links) - es sollte aber bis Bad Salzungen trocken bleiben.

Bevor ich Walldorf mit seiner Kirchenburg erreich-
te, sah ich links vor mir auf einem 378 Meter hohen, bewal-
deten Berg das Schloss Landsberg. Das ehemalige Lustschloss der Herzöge von Sachsen-Meiningen wurde auf den Ruinen der im Bauernkrieg zerstörten Burg Landeswehre in den Jahren 1836 bis 1840 erbaut (rechts).

In Walldorf geht der Weg an der Kirchenburg (links) aus dem 16. Jahrhundert zunächst stramm bergauf, was wieder schwitzen bedeutete. Die anschliessende Abfahrt entschädigte aber dafür. Und wieder geniesse ich diese herrliche Landschaft, wo der Blick von der Höhe weit ins Tal hinausschweifen kann. Die Landschaften, durch die mich der Werratalweg führt, sind einfach atemberaubend! Der geschotterte Forstweg am Hang entlang bis Wasungen allerdings auch, wenn er auch meist ohne Steigungen verläuft.

Wasungen erreiche ich um die Mittagszeit und finde die Stadt menschen-leer. Nur der Verkehr - viele Lastwagen - brodelt lebhaft und besonders an der Ecke um das Rathaus (rechts) herum. Ich kann kaum die Strasse überqueren, um das obligate Foto zu machen.

Wasungen ist vor allem bekannt durch den seit spätestens 1524 begangenen Wasunger Karneval, der jedes Jahr unter einem neuen Motto steht und an dessen Hauptumzug regelmäßig mehr als achtzig kreative Themenwagen beteiligt sind. "Woesinge Ahoi!" ist der Karnevalsschlachtruf der Wasunger.

Von Wasungen nach Schwallungen verläuft die Route an einer Landstasse ohne Radweg, aber auch nur mässigem Autoverkehr. Insofern fährt man ganz angenehm über Asphalt und erreicht Schwallungen nach 5 Kilometern. Aber nicht, ohne vorher noch eine kurze Steigung bewältigen zu müssen.

In Schwallungen habe ich Glück, denn ein älterer Herr spricht mich an, als ich mal wieder ins bikeline schaue. Und macht mich auf eine ausgeschilderte Radweg - Umleitung aufmerksam, gleich hinter dem Ort und dort rechts ab über eine Werrabrücke. Im Wald zwischen Schwallungen und Wernshausen werden Bäume gefällt und somit ist der Radweg komplett gesperrt. Und auf dieser Umleitung - die tatsächlich vorbildlich ausgeschildert ist - erlebe ich dann eine solche Strecke mitten durch eine Wiese (links).

Kurz vor Wernshausen stösst unser Umleitungsweg auf die B 19, es geht links ab über die Werra nach Wernshausen hinein. Es regnet leicht. Eine Chaotengruppe mit 2 Erwachsenen - wohl die Eltern - und 6-7 Jugendlichen beiderlei Geschlechts fährt rücksichtslos neben, vor, hinter und wohl auch über mir, sodass mich nur ein heftiger Spurt von diesen Chaoten wegbringt. Habe sie dann auch nicht wieder gesehen.

Auch aus Wernshausen hinaus wartet eine Steigung auf mich, aber der Blick nach rechts in das weite Werratal entschädigt für die Mühe. Denn man kann ihn bei einer leichten Abfahrt echt geniessen, wenn auch wieder entlang einer Landstrasse. Auf einer solchen geht es dann auch weiter über Craimar, Neuhof und Hauenhof bis Immelborn, insgesamt sehr angenehm zu fahren.

Hier in Immelborn entdecke ich diesen Judenfriedhof direkt neben der Strasse (rechts) und sehe ihn mir natürlich an. Dieser Friedhof konnte von der jüdischen Gemeinde Barchfeld bereits 1686 angelegt werden. Damals überließ die Landgräfin Hedwig Sophie von Hessen ihren Schutzjuden an dem beim Dorf gelegenen "Fischertor" ein Stück Land für einen Begräbnisplatz - so lese ich im Internet.

Über Bad Salzungen, dass nur noch "einen Steinwurf weit" entfernt ist, steht eine mächtige schwarze Regenwolke und ich suche nach einer Unterstellmöglichkeit. In dem Moment spricht mich ein älterer Radler im Trainingsanzug an und es entwickelt sich ein 1/2-stündiges Gespräch, eher ein Monolog. Bei dem er mir seine Meinung über unsere derzeitige Regierung im Allgemeinen und über Frau Merkel im Besonderen (Diese Pastorentöchter sind die Schlimmsten...) ausführlich darlegt. Und das er bei der NVA Panzerfahrer gewesen sei usw. - es war echt amüsant. Salzunger Elle und Prangerbank

Ich wollte aber nach Bad Salzungen, meinem heutigen Ziel und so beendete ich unser Gespräch und nahm die letzten 8 Kilometer für heute in Angriff. Über einen ebenen Schotterweg führten diese an der Werra entlang, dann geht es durch eine Grünanlage links ab zur Stadtmitte, über die Werra und schon steht man mitten im Ort. Um 15.00 Uhr checke ich in meinem Hotel Zum Lindentor, Steinweg 22, Tel. 03695 / 622 652 ein. Ein einfaches, aber sauberes Hotel, wo ich für 35,- € absolut preiswert übernachte.

Vorher gönnte ich mir einen Cappu in einer Eisdiele, kaufte die Getränke und abends gab es Thüringer Bratwurst mit Bratkartoffeln zur Schorle im Ratskeller des Rathauses. Und es hat kräftig geregnet! Weshalb mein Stadtrundgang nur kurz ausfiel.

Meine heutige Tagesbilanz

Gefahren 72 km Fahrzeit 4 : 47 Std. Durchschnitt 15,3 km/h Max 47 km/h Gesamt 147 km


Dienstag, 22. Juli

Auch heute Nacht habe ich schlecht geschlafen, starte um 8.30 Uhr. Es sieht sehr nach Regen aus, deshalb also schon mal den gelben Überzug über die Packtaschen. Und dann erst mal zum schönen Gradierwerk, wo auch heute noch reger Badebetrieb herrscht. Der Mittelbau im Jugendstil (links) ist in Deutschland einmalig und die ganze Anlage sehr gepflegt. Schon am Morgen sah ich Kurgäste in Bademänteln in den Gradierwerken (unten rechts) gehen und die gesunde Sole einatmen.

Ich atme auch einmal tief durch und los geht es, zurück auf den Werratal-Radweg Richtung Tiefenort.

Nun verläuft mein Weg hier wieder an einer Landstrasse ohne Radweg entlang und hier brausen viele LKW an mir vorbei. Zum Teil sehr, sehr nah, einen Schlenker darf ich mir hier nicht leisten! Das geht so über 5 Kilomter, da bin ich froh, als ich in Tiefenort ankomme. Wenn es jetzt auch zu regnen beginnt und ich nun das komplette Regenequipment anlegen muss. Aber der Regen dauert nur kurz und schon vor Kieselbach, dem nächsten Ort, kann ich wieder "ablegen".

Und das war auch nötig, denn hier zwischen Kieselbach und Merkers erwartet mich eine heftige und lange Steigung durch einen Wald hinauf zum etwa 430 Meter hohen Krayenberg. Schön warm wird einem dabei und die Nässe im Gesicht kommt nicht vom Regen ! Ist der Weg hinauf asphaltiert, so geht es bergab nach Merkers über einen geschotterten Waldweg - also nix mit "laufen lassen", gute Bremsen sind angesagt.

In Merkers, dessen Silhouette durch zwei Fördertürme auffällt, gibt es dann wieder eine Steigung, bis man Dorndorf erreicht.

Und hier fällt mir als DDR-Erbe ein »Kulturhaus« auf (rechts). Wie hat Erich Kästner gesagt ? "Wovon man am Wenigsten hat, darüber spricht man am Meisten" !

Ab Dorndorf gibt es einen Radweg entlang der B 84, bevor es über Oberzella - die Endung "zella" lässt darauf schließen, dass es sich bei diesem Ort um eine Klostergründung handelte - dann an Vacha vorbei geht. Den Ort nehme ich gar nicht so recht wahr und ehe ich mich versehe, taucht das Ortsbild von Philippsthal (unten links) mit einer alten Sandsteinbrücke über die Werra vor mir auf. Deren Steine stammen von dem Steinbruch, dessen Reste ich an meinem Weg sehe, wie ein Schild zeigt. "Die Rote Wand am Siechenberg", ein "Geologischer Aufschluss / Geotop" so lese ich da (unten rechts).

Inzwishen ist es so warm und der Himmel so blau geworden, dass ich wieder ablegen und im lockeren Radlerdress weiterfahren kann, ohne lange Hose und Weste. Vorher fotographiere ich noch einen Grenzstein, der an der Werrabrücke in Philippsthal steht (links). Es handelt sich um einen Grenzstein der Abtei Hersfeld, wie mir das Internet verrät.

In Philippsthal führt der Weg durch eine Schlossanlage, heute präsentiert sich das Schloss nach einem Umbau als Handels- und Dienstleistungszentrum. Für mich geht es danach zunächst wieder über die Werra und dann mit Radweg an der lauten B 62 entlang an einem grossen Kaliwerk vorbei über Röhrigshof und Heimboldshausen nach Heringen.

Die 6 Kilometer von Heinboldshausen nach Heringen mit seinem Monte Kali verlaufen zunächst durch eine ruhige, ebene Landschaft, die Werra in Sichtweite. Ab Lengers dann eher unspektakulär an einer Landstrasse, der L 3172, entlang. Vor Heringen steigt diese zwar mal an, ist aber gut zu fahren. Den Monte Kali sehe ich schon von Lengers aus, er liegt mit seinen 500 Höhenmetern unübersehbar in der Landschaft (unten).

Aus Heringen heraus fahre ich zunächst durch ein Industriegebiet, dann weiter durch ein NSG und da sehe ich auf einem Feld zwei Störche. Zum fotographieren sind die beiden Adebars leider zu weit weg. Anders der Monte Kali, der zwar auch weit weg ist, als ich in Dankmarshausen wieder aufs linke Werraufer wechsle, aber trotzdem gut zu sehen ist (unten links).

Vorher ist eine Entscheidung zu treffen und zwar, wenn man bei Widdershausen an die Landstrasse ( K 4 ) kommt. Dort empfielt ein Wirt aus Dankmarshausen, nicht dem offiziellen Radweg zu folgen, sondern schon ab hier am linken Werraufer über eine Landstrasse zu fahren. Ein Rat, den ich nur weitergeben kann, denn die normale Route führt durch ein Steinbruchgebiet mit Pfützen und Schlamm auf dem Weg und die grossen Laster, die hier Sand und Steine laden, nehmen auf dich als Radler auch keine Rücksicht !

Mein Weg verläuft die nächsten 8 Kilometer an Berka / Werra - es gibt mehrere Orte mit diesem Namen - durch ruhige Natur, leider weit ab vom Fluss. In Untersuhl mache ich ein Bild von der dortigen Rundkirche (oben rechts).

Diese Kirche stellt eine architektonische Besonderheit dar, ist sie doch eine der wenigen Rundkirchen Europas. Sie hat kein Kirchenschiff, auf einem runden Sockel aus Sandsteinquadern mit einem Fachwerkaufsatz, an den sich an der Ostseite ebenerdig eine Altarnische schmiegt, trohnt ein hoher achteckiger schiefergedeckter Turm mit einer flachen Haube, der von vier Türmchen umgeben ist.

Der Ursprung der Kirche ist ungeklärt, es gibt viele Vermutungen, die von einer frühchristlichen Kapelle römischen Ursprungs, über einen wehrhaften Burgturm aus dem Mittelalter bis zu einer Burgkapelle aus dem 11. oder 12. Jahrhundert reichen.

Gerstungen, der nächste Ort, soll nach meinem bikeline einen »schönen Ortskern« haben. Ich war also gespannt, kam dann aber in einen verschlafenen Ort, kein Mensch zu sehen und die lohnendsten Motive waren für mich dieses Fachwerkhaus mit dem Storchenbrunnen davor (links) und die Kirche mit dem typischen Fachwerkturm (unten links).

Also kein langer Aufenthalt, sondern weiter auf einem geschotterten Weg, der später ein schmaler, gesandeter Waldweg wird, über Lauchröden nach Herleshausen.

Mein Tagebuch vermerkt hier, dass mir in diesen Orten die Relikte der DDR besonders aufgefallen sind, grauer Zementputz an den Häusern, viele verfallene Gehöfte und oft eine - ich nenn das mal so - »Gartenzwergromantik«.

Über Lauchröden trohnt die Ruine der Brandenburg (rechts). Da sich der thüringische Burggraf Ludwig II. - das Geschlecht der Landgrafen von Thüringen verwaltete als Burggrafen die Wartburg - seit 1224 »von Brandenburg« nannte, kann man davon ausgehen, dass die Brandenburg bereits zu dieser Zeit bestand.

Im Lauchröden gibt es nicht nur diese alte Kirche mit der Sakristei als kleinen Anbau (unten links), sondern auch eine Brückenbaustelle. Es heisst also absteigen und das Rad über einen sehr schmalen Holzsteg schieben.

In Herleshausen, nur 2 Kilometer weiter, lädt das Schloss Augustenau zum Anschauen ein (unten Mitte). 1539 als Schloss Steinstock erbaut, erhielt es 1821 seinen heutigen Namen. Es wird von der Eigentümerfamilie, der Familie Hessen-Philippsthal-Barchfeld bewohnt und kann nicht besichtigt werden. Im Eingangstorbogen fällt ein riesiger Kieferknochen eines Urwales an der Wand auf (unten rechts), der bei Willershausen im Muschelkalk gefunden worden ist.

Die Sonne meint es weiterhin gut mit mir und so werde ich bis Eisenach noch ganz schön ins Schwitzen kommen. Denn nicht nur in Herleshausen gibt es eine Steigung, auch im Wald hinter Hörschel und weiter auf den 10 Kilometern von dort nach Eisenach geht es lustig rauf, aber eben auch wieder runter. In Hörschel (links) beginnt der Rennsteig - Wanderweg, das Tal überspannt eine Autobahnbrücke der A 4.

Es ist genau 15.30 Uhr, als ich Eisenach erreiche und die letzten Meter schieben muss, weil es in der Stadt durch eine Veranstaltung des MDR von Menschen nur so wimmelt. Da komme ich sogar per pedes nur sehr langsam voran.

Kann dann aber um 16.00 Uhr im City - Hotel , Bahnhofstr. 25, Tel. 03691 / 20980 einchecken - gegen Vorkasse ! - und mein Zimmer im 4. Stock beziehen. Ausruhen, duschen, einkaufen und im romantischen Restaurant Brunnenkeller, Am Markt 10 ein leckeres Würzfleisch, eine Thüringer Bratwurst mit Kraut und Pürree zur Freyburger »Liebfrauenmilch« geniessen, bevor es in die Querlage geht.


Jetzt noch ein paar Daten aus der Stadtgeschichte von Eisenach:
  • Eisenach wurde 1180 in der Nähe eines bereits bestehenden Dorfes am Petersberg erstmals urkundlich erwähnt. Die Lage der Stadt an der Kreuzung mittelalterlicher Fernhandelsstraßen ermöglichte die rasche Entwicklung von Handel und Gewerbe.
  • Als Merkmale der Stadtentwicklung erhielt Eisenach das Recht auf die Anlage der Stadtbefestigung, das (eingeschränkte) Verwaltungsrecht, das Recht Märkte abzuhalten, Steuern einzuziehen und ein Stadtwappen. Später hatte die Stadt auch (zeitweise) das Münzrecht. Unter Landgraf Heinrich Raspe erhielt Eisenach eine städtische Satzung.
  • 1498 kam Martin Luther als Lateinschüler zum ersten Mal nach Eisenach. Am 2. Mai 1521 predigte er auf der Rückreise vom Wormser Reichstag in der Georgenkirche. Nachdem er mit der Reichsacht belegt worden war, wurde er am Folgetag auf der Wartburg als Junker Jörg in Schutzhaft genommen. Er blieb dort bis zum 1. März 1522 und übersetzte das Neue Testament aus dem griechischen Urtext ins Deutsche; es wurde im September 1522 veröffentlicht ("Septembertestament"). 1528 wurde Eisenach im Zuge der Reformation evangelisch
  • Am 21. März 1685 wurde Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren.
  • Das Stadtwappen zeigt in Blau die silberne Ganzfigur des heiligen Georg in Kettenrüstung und Mantel; in der Rechten einen gefähnelten Speer, dessen silberner dreizipfliger Wimpel ein rotes Hochkreuz zeigt, die Linke, die einen goldenen Palmenzweig hält, gestützt auf einem Silberschild mit rotem Tatzenkreuz. Die Schildfigur ist rechts begleitet von einem silbernen Tatzenkreuzchen.“

Meine heutige Tagesbilanz

Gefahren 81 km Fahrzeit 5 : 43 Std. Durchschnitt 14,4 km/h Max 36 km/h Gesamt 228 km

Mittwoch, 23. Juli

Das Wetter hat sich von Tag zu Tag verbessert, die Wetterberichte hatten tatsächlich mal recht. So fahre ich heute morgen bei blauem Himmel los und finde nach einigem Suchen auch den Weg aus Eisenach wieder hinaus. Vorher mache ich noch zwei Bilder vom Rathaus (unten links)und der Georgenkirche (rechts). Hier predigte Martin Luther unmittelbar nach der von ihm begonnenen Reformation, wodurch die Kirche zu einem der ältesten protestantischen Gotteshäuser überhaupt wurde. Johann Sebastian Bach wurde in ihr getauft.

Die Strecke bis Hörschel kenne ich von gestern. Ab Hörschel gibt es eine weitere Steigung - ist wohl der Hörschelberg mit seinen 315 Höhenmetern - bevor es dann eben bis Creuzburg weitergeht.

Als ich mir die Liboriuskapelle von 1499 an der alten Werrabrücke - 1225 erbaut ist sie die älteste erhaltene Steinbrücke nördlich des Mains - ansehe (grosses Bild), komme ich mit einem Mann aus dem Ort ins Gespräch, der Mitglied des örtlichen Wandervereins ist und mir interessante Details erzählte.

So macht er mich u.a. auf die Ebenauer Köpfe (zwei Bilder unten) aufmerksam. Das sind Muschelkalkfelsen, die aus einem Hang oberhalb der Werra herausragen. Hier wurde früher von Mönchen eines nahe gelegenen Klosters Wein angebaut - der sei aber "teuflisch sauer" gewesen. Reste der Weinstöcke und der angelegten Terassen seien noch vorhanden. So etwas steht in keinem Buch oder Internetbeitrag; für mich waren diese Informationen sehr interessant.


Vor mir die Ebenauer Köpfe radle ich in der Wärme der Sonne auf einem gekiesten, aber ebenen Weg durch schöne Natur. Rechts und links die bewaldeten Hänge des Werratales, aus denen immer wieder Felsnasen hervorragen.

Bald ist Mihla erreicht und hier fallen mir die in der Werra stehenden Pfeiler einer ehemaligen Brücke auf (links). Was hat es damit auf sich ? Mihla ist in den letzten Kriegstagen im April 1945 vehement gegen die amerikanischen Truppen verteidigt worden und in diesem Zusammenhang wurde die Brücke über die Werra gesprengt - das entnehme ich den Angaben im Internet.

Über eine neue Strassenbrücke fahre ich wieder über die Werra, um über Ebenshausen und Frankenroda den Landgasthof mit Campingplatz Probsteizella zu erreichen. Vorher gilt es aber noch, einige Steigungen zu überwinden. Diese Probstei Zella soll schon auf das 8. Jahrhundert zurückgehen. Im 12. Jahrhundert wurden dann die Mönche des Benediktinerklosters in Creuzburg nach hier versetzt. Der heutige Campingplatz scheint jedenfalls eher fest in holländischer Hand zu sein.

Ich komme hier mit einem Radlerpaar aus Baunatal ins Gespräch, die Frau stammt aus dem in der Nähe liegenden Heldra und wir unterhalten uns längere Zeit. Wobei ich einige nützliche Tipps erhalte und Gelegenheit habe, den beiden meine Visitenkarte zu geben. Sie wollen sich meine HP mal ansehen - ob Sie es getan haben ?

Jetzt erreiche ich den Ort Falken "im schönen Werratal", heute ein Stadtteil von Treffurt. "Ein idyllischer Ort, umgeben von ausgedehnten Wäldern und typischer Kalksteinflora" - so stellt sich der Ort im Internet vor. Für mich aber kein Grund für einen Aufenthalt, da sehe ich mir lieber Treffurt mit seinem historischen Altstadtkern, den vielen restaurierten Fachwerkhäusern und dem Rathaus aus der Zeit der Renaissance von 1549 an.


Die Schnitzereien am Erker des Treppenaufganges fand ich besonders schön...

In Heldra fahre ich den Schlenker weg von der Hauptroute durch den Ort. Von dort sieht man oben im Wald auf dem 505 Meter hohen Heldrastein die Spitze des »Turms der Enheit« (unten links). Bei dem Gespräch in Propsteizella hatte ich schon erfahren, dass der Turm, dessen Geschichte schon im 19. Jahrhundert beginnt, nach der Wende von engagierten Bürgern - zu denen mein Gesprächspartner gehörte - wieder errichtet wurde. Das war für mich wieder ein Beweis für den Spruch: »Man sieht nur, was man weiss !

Altenburschla erreiche ich nach weiteren 3 Kilome -
tern und auch hier fällt mir diese typische Kirche auf - also Fotoapparat raus und ein Bild gemacht (rechts).

Bis Wanfried verläuft meine Route jetzt auf einem Radweg entlang der B 250. Lerchengesang begleitet mich und immer wieder fällt mir auf, dass das Korn noch »auf dem Halm steht«, die Ernte scheint hier später zu erfolgen, als bei uns.

Gegen 12.00 Uhr bin ich in Wanfried, einem dieser schönen Fachwerkstädtchen. Ich erinnere, hier 1990 auf dem Weg von Melsungen nach Halle / Saale durchgefahren zu sein, um die Kontakte zu den ostdeutschen Krankenhäusern aufzunehmen. Wanfried macht heute in der Mittagshitze einen besonders verschlafenen Eindruck - gut, dass ich nicht hier übernachte, wie eigentlich vorgesehen. Mit einem Alter von 800 Jahren - diese Jahr ist Jubiläum - darf der Ort verschlafen sein.

Das Rathaus wird natürlich trotzdem fotographiert ( rechts). Genauso, wie der »Trethenner« am Werraufer (unten). Der seit 2001 am »Schlagd«, dem ehemaligen Hafen steht und der seinen Namen von der Wanfrieder Bevölkerung erhalten hat.

Dazu noch diese Anekdote : 1945 wurde auf dem Wanfrieder Herrensitz „Kalkhof“ das Wanfrieder Abkommen, ein Gebietstausch zwischen der amerikanischen und sowjetischen Besatzungszone entlang der so genannten Whisky-Wodka-Linie, geschlossen.

Jetzt schnell noch die 9 Kilometer bis Eschwege abgespult, eben und asphaltiert (rechts). Es ist sehr warm, als ich um 15.30 Uhr mein heutiges Tagesziel erreiche. Zum vorgebuchten Hotel Zur Struth, Struthstr. 7a, Tel. 05651 / 922 813 muss ich nicht nur durch die ganze Stadt, sondern auch noch - mal wieder - schweisstreibend bergauf.

Das Zimmer ist klein, das Bad noch kleiner und das Ganze mit 42,- € nicht ganz billig. Aber das Abendessen im Biergarten war gut (unten rechts). Vorher habe ich mir natürlich die Stadt mit ihren gepflegten Fachwerkhäusern angesehen (unten links) und mir dabei ein Eis gegönnt.


Ein paar Daten aus der Stadtgeschichte von Eschwege:
  • Seine erste Erwähnung findet eskiniwach im Jahre 974. Dieser Name entstammt einer alten germanischen Sprache und bedeutet soviel wie die Siedlung bei den Eschen am Wasser.
  • Die erste schriftliche Erwähnung findet sich in einer Urkunde von Kaiser Otto II., der darin den Königshof und die Siedlung seiner Frau Theophanu als Erbe hinterlässt. Ihre Tochter Sophie gründete um 1000 auf dem Cyriakusberg ein Kanonissenstift, das dem heiligen Cyriakus geweiht wurde.
  • Die Marktrechte erhielt der Ort um 1188, die Stadtrechte folgten vor dem Jahr 1249.
  • Ab 1264 gehörte Eschwege, als Folge des Thüringisch-Hessischen Erbfolgekriegs, unter Heinrich I. von Hessen zu Hessen.
  • Im Dreißigjährigen Krieg wurde Eschwege an Ostern 1637 durch kaiserliche Kroaten unter General Johann von Götzen geplündert und weitgehend durch Brände verwüstet.
  • Die älteren Leute, die in der Umgebung von Eschwege leben, sagen zu Eschwege auch Eschewei oder Ischewei. Diese Namen stammen vermutlich aus dem Hochdeutsch und sind vom germanischen Ursprungsnamen Eschweges abgeleitet.
  • Das Wappen der Kreisstadt Eschwege zeigt eine silberne Burg mit zwei spitzbedachten Türmen auf rotem Grund. Zwischen beiden Türmen schwebt ein grüner Eschenzweig mit drei gefiederten Blättern.

Meine heutige Tagesbilanz

Gefahren 71 km Fahrzeit 4 : 45 Std. Durchschnitt 15,3 km/h Max 41 km/h Gesamt 299 km

Donnerstag, 24. Juli

Ging es gestern zum Ende der Tour bergauf, kann ich jetzt nach einem guten Frühstück und bei blauem Himmel mit Sonnenschein laufen lassen. Zunächst fahre ich also hinunter zum Fluss, dann darüber in Richtung Grebendorf auf einem Radweg neben der L 3424. Von dort verläuft mein Weg an einem Freizeit- und Erholungszentrum mit einigen Seen vorbei. Immer wieder komme ich an solchen ausgefallenen Wegweisern vorbei (rechts), die das offizielle Wegeschild ergänzen. Wie auch das hier links gezeigte.

In Jestädt geht es links ab und beim Queren einer Landstrasse vor Niederhone nimmt mir ein Lastwagen meine Vorfahrt und ich muss heftig bremsen. Das war verdammt knapp, entsprechend mein - nutzloser - Kommentar, den ich dem Fahrer hinterherrufe.

Ich muss mich etwas beruhigen und das geht am besten mit einem Anruf bei Christel, die sich sehr freut, schon so früh von mir zu hören. Ich kann danach »entfrustet« vorbei an gelben Kornfeldern weiterfahen und nachdem mich bei Albungen die Burg Fürstenstein vom Berge gegrüsst hat, bin ich gegen 10.00 Uhr im idyllischen Bad Sooden - Allendorf.

Heute ist Markttag, es duftet nach Bratwürsten, Gewürzen und allerlei Gebäck. Ich verkneife es mir aber, hier schwach zu werden - wer wird denn ? Stattdessen geht eine SMS an Conny und Frank raus. Und nachdem ich mir die evangelische St. Crucis - Kirche angesehen habe, fahre ich durch die Gasse Fischerstad (unten links) Richtung Wahlhausen. Erst sehe ich links am Berg das Hotel Ahrenberg - hier denke ich an das Ehepaar Rußig aus Königsborn - , dann ignoriere ich das Hinweisschild auf das Grenzmuseum, zumal nur ein Feldweg von meiner Strasse dorthin führt, den ich mit dem Rad auf keinen Fall fahren kann und will.

Dagegen hätte ich mir gerne in Lindewerra das

Stockmachermuseum

angeschaut - davon hatten wir vor wenigen Tagen durch eine Fernsehsendung erfahren - leider ist es aber nur sonntags nach Voranmeldung geöffnet. So kann ich nur diese beiden Exponate, die zur Stockherstellung dienten, knipsen (rechts).

Lindewerra liegt am Beginn einer Schleife, die die Werra hier erst nach Nordosten, dann nach Südwesten beschreibt. Es geht auf einem sehr schmalen Weg (rechts) am Waldrand entlang. Als mir ein Radlerpaar entgegen kommt, halte ich an und lasse die beiden passieren. Erhalte dafür ein »Danke« und so geht das wohl in Ordnung.

Bei Oberrieden überquert eine hohe Eisenbahnbrücke das Werratal und als ich kurz darauf Werleshausen erreiche, interessiert mich dort das kleine Schloss (links). Es wurde schon, etwas kleiner als heute, im 13. Jahrhundert von einem freien Bauerngeschlecht errichtet. Nach einem Brand im 16. Jahrhundert wurden die Obergeschosse auf den steinernen Grundmauern errichtet. Der Turm diente damals zur Beobachtung der alten Salzstrasse auf der anderen Flußseite und zur Kontrolle der fischreichen Werra. So informiert eine kleine Tafel am Tor.

Vor Witzenhausen gilt es noch einmal eine heftige Steigung zu überwinden, die nicht im bikeline vermerkt ist. Unangenehmer ist aber, dass an einem Wegekreuz, wo man mindestens 3 Möglichkeiten hat, kein Wegweiser steht und ich prompt den falschen Weg wähle. Wieder habe ich Glück, denn zwei ältere Männer, die ich anspreche, sagen mir, wo ich bin. So kann ich dann doch schnell nach Witzenhausen hineinfahren. Wo ich mich aber nicht aufhalte, sondern - wieder auf dem richtigen Radweg - über Ermschwerd nach Blickershausen fahre.

Dort erwartet mich wieder eine dieser heftigen, aber zum Glück nur kurzen Steigungen. Und so sehe ich dieses Bild an einer Hauswand, dass ein humorvoller Mensch angebracht hat. Weil morgen eine Treibjagd stattfindet, so steht da in einer Sprechblase, kennzeichnet der Bauer seine Kühe schon mal mit dem Wort KUH, damit sich keiner der Hobbyjäger vertut. Fand ich lustig!

Hedemünden ist das nächste Ziel, es geht wieder entspannend bergab (links), der Fahrtwind kühlt angenehm.

Auf der Werra sehe ich eine Gruppe Kanufahrer. Solche Gruppen kann man immer wieder auf der Werra beobachten, der Fluss eignet sich wohl wegen seiner geringen Fliessgeschwindigkeit gut dazu. Denn auch Familien mit Kindern sind sehr oft dabei. Sicher ist das eine angenehme Möglichkeit, sich etwas sportlich zu betätigen und dabei die Natur zu geniessen(rechts).

Jetzt liegen die letzten 12 - 13 Kilometer vor mir. Ich werde schon um 13.00 Uhr in Hann - Münden sein. Ein Anruf im Hotel bestätigt mir, dass mein Zimmer schon auf mich wartet. Am Bahnhof erfahre ich, dass es um 14.30 Uhr eine Zugverbindung über Kassel-Wilhelmhöhe - Bebra - Eisenach nach Neuhaus am Rennweg gibt. Ich werde dann zwar erst Mitternacht mit meinem Auto wieder am Hotel sein, kann dafür aber am Freitag gleich nach Hause fahren. Die Entscheidung ist schnell getroffen, einchecken im Hotel Die Reblaus, Ziegelstr. 32, Tel. 05541 / 954 610, duschen und umziehen und im Eilschritt zum Bahnhof.

Die Fahrt nach Neuhaus dauert, trotz nur kurzer Zwischenaufenthalte und keiner Verspätung, über 6 Stunden. Um 21.00 Uhr steige ich in mein Auto, nachdem ich im Hotel Bescheid gesagt habe und bin exakt um 0.00 Uhr wieder in Hann-Münden.

Am Freitagmorgen gibt es ein sehr reichhaltiges Frühstück, ich bummele nochmal durch die Stadt, aber gegen 10.00 Uhr trete ich die Heimreise an. Und resümiere, dass es eine anstrengende, aber wieder sehr interessante Radtour durch eine traumhafte Landschaft war. Das Wetter hat eigentlich auch gut mitgespielt, ich hatte keine Panne und ich bin mal wieder »gut zufrieden« !

So bleibt nur noch zu erwähnen, dass mich erstaunt hat, wieviele Radler mir auf dem Werratal - Radweg begegnet sind - in beiden Richtungen. Ich hätte nicht gedacht, dass sich diese Tour so grosser Beliebtheit erfreut!

Meine heutige Tagesbilanz

Gefahren 65 km Fahrzeit 4 : 03 Std. Durchschnitt 16,4 km/h Max 44 km/h Gesamt 364 km


»Ende«