Lorsch - Worms - Speyer

Unsere Reise in die Pfalz

vom 9. bis 12. Dezember 2004

Autor: Klaus Donndorf

Schon oft hatten wir darüber gesprochen, uns einmal die Städte Worms und Speyer anzusehen. Beide Städte haben eine lange und abwechslungsreiche Geschichte, die eng mit vielen Herrschern des Mittelalters verbunden ist. Und die Zeugnisse gerade dieser Epoche interessieren, ja faszinieren uns "Geschichts-Interessierte" ganz besonders.

Man muß also nicht bis in die jüngere Steinzeit zurückgehen - obwohl z.B. das Wormser Stadtgebiet schon damals besiedelt gewesen sein soll. Oder wie im Fall Speyer, dessen Geschichte auch schon 10 v. Chr., also in römischer Zeit, beginnt. Lorsch ist da etwas bescheidener und fängt erst 764 an zu zählen. Aber der Reihe nach.

Wir hatten nämlich noch einen ganz besonderen zusätzlichen Grund, in die Pfalz zu fahren. Nach über 40 Jahren haben wir eine alte Bekanntschaft mit Inge und Peter Goedeckemeyer wieder aufleben lassen. Peter und ich hatten uns während meiner Bundeswehrzeit 1959 (!) in Hemer kennengelernt, aber danach war unser Kontakt abgebrochen. Nachdem wir uns im Mai 2004 ein erstes Mal in der Provence getroffen hatten, wollten wir die Beiden jetzt in Ihrem Heim in Bad Bergzabern besuchen.

Schließlich erwarteten uns in Worms und besonders in Speyer auch noch romantische Weihnachtsmärkte - ein Grund mehr, diese Reise zu machen. Und das Wetter spielte auch mit. Die Hotelbuchung hatte ich wieder per Internet erledigt und so wurden wir in Speyer im Hotel "Goldener Engel" erwartet.

Wir fuhren also am 9. Dezember bei strahlendem Winter - Sonnenschein los. Über die Sauerlandlinie ( A 45 ), weiter über die A 5 Richtung Frankfurt. Bald schon grüßte "Mainhattans" Skyline mit der markanten Bleistiftspitze des Messehauses von links herüber. Gegen Mittag waren wir schon in Lorsch, der ersten Station unserer Reise.

Lorsch - das ist "Geschichte auf Schritt und Tritt", hier ist zu spüren, was vor mehr als eintausend Jahren lebendig war. Zu dieser Geschichte gehört die "Königshalle" (rechts), deren Bild in keinem Geschichtsbuch fehlt und die wir uns natürlich ansehen mussten.

Wann und wieso die "Königshalle" errichtet wurde, ist bis heute nicht sicher. Vielleicht wurde sie zu Ehren Karls des Großen als eine Art "Triumphbogen" anlässlich seines Besuches in Lorsch erbaut. Architektonisch wird die Torhalle als "Juwel karolingischer Renaissance" gerühmt: Mit ihren Arkaden, Pilastern und Halbsäulen ist sie eines der ältesten, vollständig erhaltenen Baudenkmäler Deutschlands aus nachrömischer Zeit - ein Bauwerk von europäischem Rang.

1991 wurde sie von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Schon 772 wird die 764 gegründete Abtei Lorsch zum Reichskloster und erhält Reichsunmittelbarkeit sowie das Recht der freien Abtwahl. Das Bild rechts zeigt einen Blick auf die Reste der Klosterkirche.

876 bestimmen die deutschen Karolinger Lorsch zu ihrer letzten Ruhestätte: Ludwig der Deutsche (geb. 843 - gest. 876), sein Sohn Ludwig III. (der Jüngere/geb. 876 - gest. 882), dessen Sohn Hugo und Kunigunde, die Gemahlin Konrads I. wurden hier begraben.

Ausser diesen Informationen sollte ich mir noch den Grundstock für eine deftige Erkältung aus Lorsch mitbringen - was ich aber erst einige Tage später merkte! Warum muß ich auch meine Kopfbedeckung im Auto lassen! Also eigene Schuld. Für uns ging es aber erst einmal weiter nach Worms. Und dort war der Dom unser erstes Ziel.

Worms ist heute eine pulsierende, moderne Stadt am Rhein und bildet für sein großes Umfeld den Mittelpunkt der Region. Schon vor mehr als 6 000 Jahren (!) berichtete man zum ersten Mal von Worms und seinen Siedlungen, somit zählt Worms zu den ältesten Städten Deutschlands.

Im 9. Jahrhundert machte Kaiser Karl der Große Worms zu seinem Wintersitz. In den Jahren 829 und 926 fanden Reichstage des Heiligen Römischen Reiches hier statt und 1074 erlangte die Stadt ihre Zollfreiheit - damals ein begehrtes weil einträgliches Privileg.

Bereits 1276 erkannte Rudolf von Habsburg Worms als eine von sieben freien Reichsstädten an. 1495 war auf dem großen Reichstag Maximilians I. in Worms die Reichsreform - u.a. mit der Verkündung des "Ewigen Landfriedens" - beschlossen worden und im Jahre 1521 stand Martin Luther in Worms vor Kaiser Karl V. und lehnte es ab, seine Schriften zu widerrufen.

Und dann sind Worms und die Nibelungen natürlich untrennbar miteinander verwoben. Die meisten Szenen des im Mittelalter entstandenen "Nibelungenliedes" spielen in und um Worms.

Aber zum Dom St. Peter ! Schon im Jahr 1000 - Burchard war Bischof in Worms - begann der Bau und im großen und ganzen sind die heutigen Konturen noch immer die gleichen - eine kreuzförmige Basilika mit zwei halbrunden Chören in Ost - Westrichtung. Endgültig fertiggestellt und zum dritten mal geweiht wurde der Dom dann 1181.

Eine wechselvolle Geschichte hinterließ sichtbare Spuren. So wurde er während des 30 - jährigen Krieges 1618 - 48 von schwedischen Truppen stark beschädigt, im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1688 - 97 von französischen Truppen verwüstet und infolge einer misslungenen Sprengung brannte er völlig aus. Das ist der Grund dafür, daß das Innere heute fast ausschließlich im barocken Stil gehalten ist. Nach der Stadtzerstörung 1689 entstand der barocke Hochaltar von Balthasar Neumann.

Der Dom ist Grablege für die Vorfahren und Angehörigen des salischen Königshauses, die bis ins 11. Jahrhundert in Worms eine Burg hatten. Zahlreiche Kaiserbesuche und große Ereignisse, teils mit politisch und gesellschaftlich gravierenden Folgen - man denke nur an den Wormser Reichstag von 1521 und an Luther - fanden im Mittelalter und in der frühen Neuzeit im Dom und seiner Umgebung statt.

Zusammen mit Mainz und Speyer stellen die drei romanischen Kaiserdome am nördlichen Oberrhein eine weltweit einmalige Situation dar.

Ein paar Bilder aus dem Inneren des Domes:

Das linke Bild zeigt den "Hochaltar" von Balthasar Neumann, rechts ein Blick durch das Mittelschiff zum "Westchor". Das Bild in der Mitte stammt aus der "Nikolauskapelle" und zeigt ein gotisches Relief dreier heiliger "Märtyrerinnen" - die christliche Umdeutung eines heidnischen Matronenkultes.

Diese beiden Bilder zeigen :


links: eine Verzierung an einer Lisene im Chorquadrat.

rechts: das Giebelfeld über dem Südportal. Die triumphierende Kirche reitet auf einem Mischwesen aus den vier Evangelisten-symbolen.

Eine solche Figur ist ein sog. Tetramorph, eine griechische Viergestalt.

Nachdem wir uns den Dom angeschaut hatten, setzten wir unseren Stadrundgang bei Sonnenschein, aber einem eisigen Wind fort. Vorbei an der "St. Magnuskirche", deren Anfänge in das 8. / 9. Jahrhundert zurückreichen - die aber leider verschlossen war - weiter vorbei an der "Andreaskirche" und durch das "Andreastor".

Im Schutz der südlichen Stadtmauer richtete der bereits erwähnte Bischof Burchard das "Andreasstift" ein. Kirche, Kreuzgang und Stiftsgebäude umschließen den schönen Innenhof (links).

Unser nächstes Ziel war das "Lutherdenkmal" (unten), welches das größte Reformationsdenkmal der Welt sein soll. Der Dresdner Bildhauer Ernst Rietschel, der u.a. auch das Goethe und Schiller Denkmal in Weimar geschaffen hat, hat dieses Denkmal mit seinen Schülern Donndorf, Kietz und Schilling entworfen. Vollendet und enthüllt wurde es 1868. Es erzählt von den Bemühungen um eine Reformation der Kirche, von Luthers Wirken, von Fürsten und Gelehrten.

Auf dem Mittelpostament steht Luther, seitlich stehen der Franzose Waldes, der Engländer Wyclif, der Tscheche Hus und der Italiener Savonarola als Streiter für eine Kirchenreformation vom 12. - 15. Jahrhundert. Weitere Figuren repräsentieren die Fürsten des Reiches Friedrich v. Sachsen und Philipp von Hessen - beide haben Luther damals unterstützt - und jene des Geistes, die Humanisten Reuchlin und Melanchthon.

Drei symbolische Frauengestalten weisen auf die Speyrer Protestation von 1529, den Augsburger Religionsfrieden von 1555 und die Trauernde Magdeburg (links) schließlich auf die Zerstörung dieser Stadt durch Tilly's Truppen im Dreißigjährigen Krieg hin. Die Figur der "Trauernden Magdeburg" hat Adolf von Donndorf geschaffen, wie auf dem Sockel zu lesen ist: A. Donndorf fec. (Mit unserer Familie weder verwandt noch verschwägert).

Jetzt meldete sich der Hunger bei uns und da der Weihnachtsmarkt schon geöffnet hatte, haben wir "1/2 m Thüringer Bratwurst" - so wurde die wirklich verkauft - gegessen. Richtig satt sind wir davon aber nicht geworden!

Wir schlenderten weiter zum "Obermarkt" und bewunderten dort das "Schicksalsrad" (rechts ) und den "Gemeinen Pfennig", der"1495" auf dem "Wormser Reichstag" beschlossen worden war.

Der "Gemeine Pfennig" (auch: Reichspfennig), war eine Reichssteuer, die Maximilian I. die Mittel für die Kriege gegen Frankreich und das Osmanische Reich verschaffen und im "Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation" von jedem Untertan ab dem 15. Lebensjahr gezahlt werden sollte. Ihre Einziehung stieß aber überall auf so große Schwierigkeiten, dass sie 1505 ausdrücklich ausgesetzt wurde. Sie war der erste Versuch der Einführung einer "allgemeinen Reichssteuer" und war Teil der umfassenden, aber letztlich gescheiterten "Reichsreform" Kaiser Maximilians.

Nach einem erfrischenden "Capu" ging es weiter zu einer "Romanischen Hauswand" - das ist ein Teil eines großen Stadthauses vom Anfang des 13. Jahrhunderts - , vorbei an der "St.Pauluskirche", einem "Meilenstein" aus der Römerzeit und zum alten Judenfriedhof "Heiliger Sand". Es ist der älteste erhaltene Judenfriedhof in Europa. Von 1076 bis heute haben sich mehr als 2000 Grabsteine erhalten.

Berühmt sind die von 1307 stammenden Gräber des in Worms geborenen jüdischen Gelehrten und Märtyrers Rabbi Meir von Rothenburg und seines Schülers Alexander ben Salomon Wimpfen Süßkind. Namen hatten die früher...!

Dann wurde es uns in Worms zu ungemütlich, weil zu kalt und schnell waren die paar Kilometer bis Speyer über die A 61 zurückgelegt. Unser Hotel "Goldener Engel" in der Mühlturmstrasse 5 - 7 fanden wir problemlos, unser Zimmer war o.k. und der Wagen konnte im Hof geparkt werden.

Wir konnten uns also ganz auf die Stadt konzentrieren und starteten unseren ersten Rundgang. Durch das "Altpörtel" genannte frühere Stadttor(links), das mit 65 m eines der höchsten in Deutschland ist, gelangt man zur "Maximilianstrasse", die direkt auf den Kaiserdom zuführt. Und vor dem steht der riesige Domnapf (unten rechts). Roßmarktstrasse

Der untere Teil des "Altpörtel" wurde zwischen 1230 und 1250 erbaut. Das obere Turmgeschoß mit spätgotischer "Maßwerksbrüstung", den "Arkadenbögen" und der "Laterne" in den Jahren 1512 - 14 hinzugefügt.

Unten links ein Bild vom kleinen, aber sehenswerten Speyrer Weihnachtsmarkt. Statt Bratwurst haben wir jeder ein "Flammküchle" gegessen. Nach Glühwein war uns weniger.

Trotz der wirklich bitteren Kälte waren in der Stadt und auf dem Weihnachtsmarkt unwahrscheinlich viele Menschen unterwegs. Und als wir dann meinten, es sei Zeit für unser Abendessen, mussten wir feststellen, das es in den Gasthäusern genau so voll war. Und wo noch ein Tisch frei war, war der reserviert.

Wir überlegten schon, einfach ein Würstchen auf dem Weihnachtsmarkt zu essen, fanden dann aber im Gasthaus "Zum Domnapf" noch einen freien Tisch. Und Christel probierte zum ersten mal das Pfälzer Nationalgericht - "Saumagen" - und es hat Ihr gut geschmeckt.

Dazu und zu meinem Winzersteak gab's einen Schoppen Weißburgunder und als sich noch eine nette Wienerin zu uns an den Tisch setzte und wir feststellten, daß auch sie sehr geschichtsinteressiert durch die Lande "jettete", wurde es ein sehr interessanter und damit kurzweiliger Abend.

Auch der Freitag war wieder sonnig, aber bannig kalt. Unser wichtigster und damit erster Weg heute führte uns zum Kaiserdom. Und von diesem Bauwerk kann man eigentlich nur in Superlativen sprechen!

Der Speyrer Dom, eine Kaiserkirche, ist - nach der Zerstörung der Abtei Cluny in Burgund - mit einer Länge von 134 m die größte romanische Kirche des 11. Jahrhunderts überhaupt.

Kaiser Konrad II. ( 1024 - 39 ) aus dem Geschlecht der Salier legte um 1030 den Grundstein für den Dom, der in den folgenden 300 Jahren "Hauskirche" und Grablege der salischen Kaiser werden sollte. Aber auch staufische und habsburgische Herrscher und Herrscherrinnen haben in diesem Dom ihr Grab gefunden. Schon seit 1981 gehört er zum Weltkulturerbe.

Seine endgültige Gestalt erhielt der Dom unter Heinrich IV. (1056 - 1106), Konrads Enkel. Das monumentale Bauwerk bringt nicht nur die Machtfülle seiner Erbauer, sondern auch die "sakrale Bedeutung" des mittelalterlichen Kaisertums zum Ausdruck.

Ein Brand im Jahre 1159 brachte das Gewölbe im Querschiff zum Einsturz, der jedoch schnell wieder behoben wurde. Schlimmer waren die Beschädigungen durch die Truppen Ludwig XIV. infolge des Pfälzischen Erbfolgekrieges, wobei der Dom Feuer fing, die Gewölbe teilweise einstürzten und die westlichen Mitteljoche gesprengt wurden.

Und noch einmal zerstörten französische Truppen 1792 im Verlauf des 1. Koalitionskrieges den Dom. Alle Altäre und Statuen, das Chorgestühl, die Orgel und die Kanzel fielen der Soldateska zum Opfer.

Der Blick in das Mittelschiff macht die schlichte Erhabenheit des Domes deutlich. Das Tonnengewölbe ruht auf mächtigen Säulen, die breite Mauervorlagen haben und darauf aufgesetzte Halbsäulen - sog. Dienste - tragen die "Gurtbögen", die die einzelnen "Joche" unterteilen.

Aber nun wird es Zeit, in die Krypta zu gehen, dieser einzigartigenGrablege deutscher Herrscher des Mittelalters. Nicht weniger als acht deutsche Kaiser und Könige, vier Königinnen und eine Reihe von Bischöfen liegen hier begraben. Der Zeitrahmen umfasst die 300 Jahre von 1039 - Tod Kaiser Konrad II. - bis 1308 - Tod Albrecht I. von Österreich aus der Dynastie der Habsburger.


Die Krypta des Spey'rer Doms - Grablege Deutscher Herrscher

Heinrich V.
1106-25
Heinrich IV.
1056-1106
Heinrich III.
1039-56
Konrad II.
1024-39
Kaiserin Gisela Gem.Konrad II. Kaiserin Bertha Gem.Heinrich IV
  Adolf v. Nassau 1292-98 Albrecht v. Österreich 1298-1308 Rudolf v. Habsburg 1273-91 Kaiserin Beatrix/Gem. Friedrich I. Philipp von Schwaben 1198-1208

Auf dem Platz vor dem Dom steht der "Domnapf, eine riesige Schale von rund 1500 Liter Fassungsvermögen. Er markierte im Mittelalter die Grenzlinie zwischen dem Stadtgebiet und der "Domimmunität". Ab dem 15. Jahrhundert bewirtete jeder neue Bischof die Speyrer Bevölkerung mit diesen 1500 Litern Wein, damit sie auf sein Wohl trinken konnten.

Genug von Dom und Krypta und deutscher Geschichte. Nach der Dombegehung ging's in eine Ausstellung, die "Die anderen Gräber in Speyer" zum Thema hatte, die jüdischen.

Darauf aufmerksam gemacht hatte uns freundlicherweise Herr Duibjohann - Danke nochmal ! - und was wir im "Historischen Museum der Pfalz" über jüdische Kultur und Religion sehen konnten, war sehr interessant, lehr - und aufschlußreich.

Gleich im Anschluß an die Ausstellung gingen wir zum und ins Judenbad im ehemaligen "Synagogenbereich", dem religiösen Zentrum des mittelalterlichen "Ghettos". Das war der Bereich, in dem die Juden - zuerst freiwillig, später zwangsweise - lebten.

In dem unterirdischen Bad - der Mikwe (links) - wurden rituelle Waschungen von Frauen und Männern vorgenommen. Diese Reinigungen mussten mit "lebendigem", also fließendem Wasser vorgenommen werden. Nach unseren heutigen Vorstellungen eines Bades eine sehr ungemütliche, weil eiskalte Sache!

Dann wurde es Zeit, eine Pause einzulegen und uns etwas aufzuwärmen. Im Cafè "Rialto" bei einem "Capu" ging das gut.

Nun standen noch zwei Kirchen auf unserem Programm. Die "St.Josefs Kirche", ein scheußliches Gebäude aus spät- und neugotischem sowie Renaissance Stilgemisch - schnell dran vorbei.

Hin zur "Gedächtniskirche" mit einem imposanten "Lutherdenkmal" (unten) im Eingangsbereich. Erbaut zwischen 1890 / 93 und 1904 im neugotischen Stil - auch nicht besonders schön - als Denkmal der "Protestation" auf dem "Speyrer Reichstag von 1529".

Drinnen dann ein besonderes "Schmankerl" - der "Südwestfunk" machte Fernsehaufnahmen eines "Adventkonzertes", welches wir dann ein paar Wochen später im Fernsehen anschauten. Was nach dem "live Erlebnis" etwas Besonderes war.

Den krönenden Abschluß der "Maximiliansstraße" und ein würdevolles "Gegenüber" zum Dom bildet das "Stadthaus" (unten links), das im neobarocken Stil errichtet ist.

Die "Alte Münze" am Marktplatz (unten rechts) zeigt, das Speyer schon im Mittelalter das "Markt- und Münzrecht" erhielt.Das heutige Gebäude entstandt allerdings erst 1748 als "Neues Kaufhaus am Markt". Der Giebel wurde sogar erst 1874, zusammen mit dem dritten Geschoß, aufgesetzt.

Nach den gestrigen Erfahrungen mit den Gasthäusern hatten wir für heute abend einen Tisch vorbestellt und zwar im Gasthaus "Zur Alten Münz" (rechts). Sah sie schon von aussen so schön alt und gemütlich aus, so war sie es drinnen um so mehr. Und das Essen stimmte ebenfalls - diesmal habe ich den "Saumagen" probiert. Und wurde nicht enttäuscht ( preiswert war es ausserdem ).

Abends genossen wir in unserem geräumigen und gemütlich warmen Hotelzimmer unser gewohntes Freitagabend Fernsehprogramm bei einer Flasche "Grauburgunder".

Um dann am Samstagmorgen, nach einem reichhaltigen Frühstück, Richtung Bad Bergzabern zu düsen. Es war aber noch Zeit für einen kurzen Stadtbummel durch Landau i.d. Pfalz. Der aber wegen der Kälte wirklich nur sehr kurz ausfiel.

Als wir gegen 13.00 Uhr bei Inge und Peter ankamen, gab es eine herzliche Begrüßung und sofort ging es wieder ans Erzählen. Bei selbstgebackenem Kuchen und einer guten Tasse Kaffe verging die Zeit wie im Fluge. Vor dem gemeinsamen Abendessen haben wir unser Hotelzimmer bezogen - Peter hatte für uns vorbestellt - und uns dann ein wenig die Stadt angesehen.

Inge hatte für uns ein vorzügliches Abendessen zubereitet, zu dem es einen guten Tropfen aus dem Lieblingsland der Beiden gab - aus Frankreich. Auch dieser Abend verging mit viel erzählen eigentlich viel zu schnell. Aber ein Rezept für "Salzbrezn" gab Inge uns noch mit. Schade eigentlich, daß die Beiden es ablehnen, über deutsche Autobahnen zu fahren - und schon gar nicht Richtung Norden. Sonst könnten wir sie vielleicht mal bei uns zuhause begrüßen.

Auf der Rückreise am Sonntag sind wir noch kurz über Wissembourg gefahren, der Stadtbummel fiel wegen der eisigen Kälte aber nur kurz aus. Und dann ging's ohne grosse Aufenthalte ab Richtung Heimat, wo uns unsere Tochter mit einer selbstgebackenen Pizza erwartete.

Ist doch schön, so nach Hause zu kommen!